Bibliotheca Alexandrina

Dialog zwischen den Religionen als Grundlage von Frieden und Verständigung in der Welt -
Rede von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble
aus Anlass des 125. Jubiläums der Deutschen Schule der Borromäerinnen
am 20. Juni 2009 in Alexandria



Schüler des Musikgymnasiums Weimar bei deutscher Schule in Ägypten

Müller: "Musik fördert den Austausch über alle Grenzen hinweg"

Im Rahmen des Jugendaustauschs zwischen dem Musikgymnasium Schloss Belvedere Weimar und der Deutschen Schule der Borromäerinnen in Alexandria sind vom 16. bis 23. Juni 2009 rund 30 Schüler und Lehrer aus Weimar, darunter Kammermusikgruppen und ein Chor, in Ägypten zu Gast. Auf dem Programm stehen mehrere gemeinsame Konzerte. Der Gegenbesuch ist für Oktober 2009 geplant. Dabei sind Konzerte in Erfurt, Eisenach und Weimar vorgesehen.

Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) lobt die Initiative seines Vorgängers und hebt die Bedeutung des kulturellen Jugendaustauschs hervor: "Die 1884 gegründete Deutsche Schule der Borromäerinnen ist eine der traditionsreichsten deutschen Schulen im Ausland. Für Schülerinnen und Schüler, die hier lernen, ist kulturelle Vielfalt selbstverständlich. Auf Grundlage eigener Identität und Kultur entwickeln sie die Fähigkeit zu Toleranz und Respekt dem anderen gegenüber. Davon profitiert auch der Austausch mit den Schülern des Musikgymnasiums Weimar, die weltoffen das Land der Pharaonen kennenlernen wollen. Eine bessere Basis als die Musik könnte es dafür gar nicht geben. Denn Musik ist die wohl universale Verständigungsmöglichkeit über alle Grenzen hinweg. Schon heute freue ich mich auf den Besuch der Schüler aus Alexandria in Thüringen."

Initiiert wurde der Schüleraustausch durch den früheren Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU), der von der Anna Lindh Stiftung für Kulturdialog Ende 2007 zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Alexandria/Ägypten eingeladen war. Bei der Besichtigung der Deutschen Schule der Borromäerinnen schlug Goebel die Zusammenarbeit mit dem Musikgymnasium in Weimar vor. Die Friedenstaube, die Goebel im Rahmen des Projekts "Illustrierung der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" auf seinem Schreibtisch aufgestellt und in Alexandria an den Leiter der Anna Lindh Stiftung Ägypten, Lucio Guerrato, weitergeben hatte, wird am 20. Juni 2009 an den Direktor der Deutschen Schule der Borromäerinnen, Dr. Hubert Müller, anlässlich des 125-jährigen Schuljubiläums im Beisein von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble übergeben.



Golden Dove of Peace presented by the Anna Lindh Foundation
Thu, 25/06/2009 - 10:47 — Press Office
The Anna Lindh Foundation has presented to the Deutsche Schule der Borromaeerinnen the "Golden Dove of Peace", an international symbol of peace created for the 60th anniversary of the UN Declaration of Human Rights.

The life-size, gold-coloured sculpture is one of thirty identical doves which represent individually one of the 30 articles of the Human Rights and are now passing across the world from person to person and from institute to institute.

The international symbol was originally presented to the headquarters of the Anna Lindh Foundation in November 2007 by Professor Jens Goebel, Minister of Culture of Thuringia, and has now been officially handed on by Andreu Claret, Director of the Foundation, on the 20th of June to Dr Hubert Müller, Director of the Deutsche Schule der Borromäerinnen, on the occasion of the 125th anniversary of the school.

The ceremony took place at the big hall at the Congress Center of the Bibliotheca Alexandrina, in the presence of German Interior Minister Dr. Wolfgang Schäuble, German Ambassador to Egypt Bernd Erbel and the Governor of Alexandria, General Adel Labib.

The Deutsche Schule der Borromäerinnen received the dove as recognition of their successful work for dialogue around the Mediterranean which they have been carrying out over numerous years.

The Deutsche Schule der Borromäerinnen was founded in 1884 and is one of the best established German schools abroad. The pupils there take cultural diversity as granted. On the basis of their own identity and culture, they develop the competence to tolerance and respect towards the other.

The Anna Lindh Foundation is currently running the region-wide campaign "Restore Trust, Rebuild Bridges" which aims to facilitate and support civil society organizations in making action in favour of a culture for peace at the local and regional level.