Internationaler Tag der Pressefreiheit
03. Mai 2012




IM ZEICHEN DER VERSÖHNUNG

Leibniz-Friedenstaube geht an Friede Springer

Montag, 31. Oktober 2011

AUSZEICHNUNG DER BERLIN-BRANDENBURGISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
Akademie-Präsident Prof. Dr. Günter Stock überreicht Friede Springer die Friedenstaube

Ihr Engagement für Wissenschaft und Völkerverständigung wurde jetzt mit einer Plastik gewürdigt, die schon eine Weile auf dem
Schreibtisch einiger Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens stand. Friede Springer wurde die Leibniz-Friedenstaube überreicht.

Es ist ein schöner Brauch, den der Landshuter Künstler Richard Hillinger da begründet hat. 30 bronzene Tauben schuf er 2008,
um auf den 60.Geburtstag der UN-Menschenrechtscharta aufmerksam zu machen. Seither "fliegen" die Tauben, die in ihrem Schnabel
einen Ölzweig als Symbol für den Frieden tragen, durch die Welt.

Natürlich nur symbolisch – tatsächlich stehen die Plastiken immer eine Zeit lang auf den Schreibtischen von Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens, die dazu beitragen, dass "jeder Einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten",
wie es auch in der Präambel zur berühmten Resolution 217III der Vereinten Nationen heißt. Jeder, dem eine dieser Tauben "zufliegt", muss sich
also beizeiten Gedanken darüber machen, an wen er diese weiterreichen möchte, um für die Einhaltung der Menschenrechte einzustehen.

Professor Günter Stock, der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dachte an Friede Springer,
die Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises der Akademie. Er wolle so "ihr Engagement für Wissenschaft und Völkerverständigung
würdigen“, nicht zuletzt ihre Versöhnungsinitiativen mit dem Staat Israel und seinen Menschen, wie er in seiner Ansprache vor den 290 Gästen im
Journalistenclub des Verlagshauses Axel Springer sagte, in dem auch die Berliner Morgenpost erscheint. Stock nannte es bemerkenswert, dass der Künstler
diese spezielle Taube Gottfried Wilhelm Leibniz gewidmet habe, "denn er ehrt damit einen bedeutenden Wissenschaftler, der Gründer unserer Akademie war,
für seine Friedensinitiative". Friede Springer bedankte sich für die Anerkennung, kündigte aber an, die Taube sofort weitergeben zu wollen:
"Ich überreiche sie der Jerusalem Foundation in Israel."

Die Übergabe fand statt im Rahmen der "Causerie", zu der das Collegium pro Academia e.V. traditionell in den Club einlädt – eine "gebildete Plauderei"
zu Forschungsschwerpunkten renommierter Akademiemitglieder. Ein ideales Forum für Angela D. Friederici, Direktorin der Abteilung
für Neuropsychologie am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, die Erkenntnisse über
die Grundlagen der "Sprachfähigkeit des Menschen" präsentierte. Florian Kain