Botschafter Dr. Christian Blickenstorfer


Schweizerische Botschaft
Berlin, 04.07.2006
Referenz 642.31 WAA/SCA
Musée Imaginaire

Sehr geehrter Herr Hillinger,

Mit grossem Interesse habe ich von Ihrem Vorhaben Kenntnis genommen, das Gemälde von
Paul Klee
mit dem Titel "Gesetz"in das Musée Imaginaire aufzunehmen und somit als Teil der "Illustrierung der 30 Artikel de Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" zu verwenden.

Vor bald einem Jahr wurde in Bern das neue Paul Klee Zentrum eröffnet, welches rund 4'000 Werke des Schweizer Küstlers vereint und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Paul Klee, dessen Werke von den Nationalsozialisten diffamiert und als "entartete" Kunst bezeichnet wurde, erhält damit eine gebührende Würdigung seines Schaffens. Angesichts der widrigen Umstände, die der Künstler im Laufe seines Lebens erfahren musste, sowie aufgrund des für die Menschenrechte passenden Titels des Bildes scheint es mir deshalb nahezu ideal, dass dieses Werk in das "Musée Imaginaire" aufgenommen wird. Paul Klee sagte: " Kunst gibt nichts Sichtbares wieder, sondern macht sichtbar". Ich hoffe, dass in diesem Sinne Ihr "Musée Imaginaire" die Menschenrechte sichtbar macht.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung Ihres Projektes und verbleibe
mit freundlichen Grüssen

DER SCHWEIZERISCHE BOTSCHAFTER
i.A. Catherine Scharf Chevalley
Kulturattachée



DER BUNDESPRÄSIDENT
BERN




Gesellschaft zu Pfistern

Jonquiere-Taube

1724, Silber, teilweise vergoldet

Trinkgefäss in Form einer silbernen Taube mit abnehmbarem Kopf.

Der Vogel, dessen Augen, Schnabel und Füsse vergoldet sind, hält im Schnabel einen vergoldeten, rundlich gekrümmten Ölzweig. Beider Taube handelt es sich um eine Verkörperung des Jonquiere-Wappens, das eine weisse Taube mit goldenem Ölzweig im Schnabel enthält.

Die Taube wurde 1724 von dem Seidenfabrikanten Jacques Jonquiere als Zeichen der Dankbarkeit für seine Aufnahme als ewiger Einwohner der Stadt Bern der Zunft zu Pfistern geschenkt.