Der Maha Bandoola Park in Yangon - Hauptstadt des heutigen Myanmar - mit dem burmesischen Unabhängigkeitsmonument.
Foto: Sabine Egglhuber

Ein Pedant des Denkmals befindet sich in
Mandalay
im militärischen Sperrgebiet des ehemaligen königlichen Palastareals.

Im Kontext der Verleihung des Collage UNITED NATIONS AWARD 2001


Dr. Sein Win

an Daw Aung San Suu Kyi
(1999 - Lech Walesa, 2000 - Gyula Horn, 2002 - amnesty international, 2003 - Europäisches Parlament,
2005 - Leyla Zana, 2006 - Roman Herzog)
wurde seitens der Komiteemitglieder und dem burmesischen Oppositions-Premierminister
Dr. Sein Win der Entschluß gefasst, die Obelisken-Denkmäler anlässlich des Tags der Menschenrechte mit einem goldenen Pyramidion zu versehen.

"In Rangun, der Hauptstadt Burmas steht im Maha Banndoola Park das Unabhängigkeitsmonument unseres Landes,....
Die Vergoldung dieser Obeliskenspitze wird sicherlich ein sichtbares Zeichen für das ganze burmesische Volk." Dr. Sein Win.

Die Vergoldung stellt den Auftakt einer weithin sichtbaren Symbolisierung zum Tag der Menschenrechte dar und impliziert mit
dem Aufruf an die Städte dieser Welt ihre Obeliskenspitzen zu vergolden den Impuls zum Projekt Collage UNITED NATIONS
von Ricardo Diez-Hochleitner, Präsident des Club of Rome:

"Global denken - lokal handeln."


Obelisk mit vergoldeter Friedenstaube

SIÈCLE DES LUMIÈRES


Das
"Jahrhundert der Lichter",
wie das Zeitalter der Aufklärung in Frankreich heiß, steht symbolisch für die
globale Aktion der Vergoldung der Obelisken-Denkmäler
im Zeichen einer umfassenden Internationalität.





Mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Dr. Ibrahim El-Nawawy - Generaldirektor der Ägyptischen Museen - erfolgte am 30. Oktober 1987 um 14.30 Uhr eine erste Reaktualisierung eines altägyptischen Obelisken mit einem goldenen Pyramidion.

ÄGYPTEN - URSPRUNG, AUFBRUCH UND QUELLE-

eine Institution, der sich auch die klassische Moderne und zeitgenössische Kunst nicht entziehen konnte

J.M.Pei - Glaspyramide, 1989 _ Anselm Kiefer - Osiris und Isis, 1985/87 _ Sol LeWitt - Weisse Pyramide, 1987 _ Christo - Die Mastaba von Abu Dhabi, 1978 _ Joseph Beuys - Ohne Titel (Tischzeichnung), 1973 _ Gerhart Richter - Grosse Sphinx, 1964 _ Paul Klee - Pyramide, 1932 _ Franz Marc - Eselsfries, 1911


In diesem Kontext steht das Projekt einer Reaktualisierung der ägyptischen Obelisken in Luxor, Rom, Istanbul, Paris, London, Kingston Lacy, New York, München, Florenz, Benevento und Berlin durch die Wiedervergoldung ihrer Spitzen. Die Renaissance der altägyptischen Obelisken am Vorabend des 3. Jahrtausends soll der Metamorphose von gegenwärtigen Relikten einer fernen Epoche, eines vergangenen Zeitalters, in zukunftsweisende Denkmäler verhelfen

Und wenn sich nach einer langen Nacht, wenn gleich diese über Jahrtausende zurückliegt, die ersten Strahlen am Morgen im goldenen Pyramidion brechen und das Lichtspiel wieder an die Zeit erinnert, in der Gold eine Materie der Sonne und des strahlenden Sonnengottes Re war, geweiht der Reinheit und Unsterblichkeit, beginnt ein Projekt, dessen Zielsetzung das bessere Verständnis zwischen den einzelnen Menschen, Völkern und Kulturen anvisiert und in einem Prozeß nicht nur kultureller Revisionen einhergehed die notwendige Entstehung eines globalen Bewußtseins, einer unviersellen Kultur, eines Weltethos impliziert. Die Neuorientierung wird nicht mehr nur mit Definition europäsicher Geschichte und eurozentrierter Kultur einhergehen und eine Reaktion auf die gewaltigen, nicht nur demographischen Veränderungen muß zur Folge haben, daß die Einbezeihung der Kulturen von Kush, Benin, ebenso wie das Kulturerbe der Yoruba, Aborignales und auch die Navajo-Schöpfungsmyhten, Zen oder das indische Epos Mahabharata gleichrangig sind mit einem Homer, Cicero, Mozart oder James Joyes.

Ägyptens Obelisken, Botschafter der Vergangenheit, Symbole der Geschichte, die laut einer Inschrift im Bogenfeld der Südwand des Italienischen Saals Zeugnis der Zeiten, Licht der Wahrheit, Leben der Erinnerung, Lehrmeisterin des Lebens und Künderin des Altertums ist, sind gerade zu prädestiniert, als Zeichen einer umfassenden, völkerverbinden Internationalität im Sinne des Leitthemas des Italienischen Saals zu fungieren:

CONCORDIA PARVAE RES CRESCVNT/DISCORDIA MAXIMAE DILABVNTUR

Richard Hillinger







2. Juni 2004

GZ 7000.000.000/0004e-I.7/2004

Sehr geehrter Herr Hillinger,

Bundesministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner hat mich gebeten, Ihnen für Ihr Schreiben vom 28. April zu danken, in dem Sie sie über Ihr Projekt, anlässlich des Tages der Menschenrechte Obeliskenspitzen auf der ganzen Welt zu vergolden, informieren.

Der Schutz der Menschenrechte stellt einen Schwerpunkt der Außenpolitik Österreichs dar. So war Österreich bei der diesjährigen Menschenrechtskommission Miteinbringer der Resolution betreffend der Menschenrechtssituation in Myanmar. Weiteres bemühen wir uns gemeinsam mit EU-Partnern und asiatischen Ländern, den nationalen Versöhnungsprozess in Myanmar zu unterstützen. In diesem Zusammenhang fand am 15. Dezember 2003 in Bangkok auf Initiative Thailands ein "Forum über internationale Unterstützung für die nationale Versöhnung in Myanmar" statt, an dem zwölf Staaten - darunter auch Österreich sowie der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Myanmar - teilnahmen.

Da das in Ihrem Schreiben dargestellte Projekt nicht in den Zuständigkeitsbereich des Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten fällt, leite ich Ihr Schreiben zur weiteren Behandlung an die Stadt Wien und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst weiter.

Seien Sie versichert, dass sich Österreich weiterhin im Verein mit seinen EU-Partnern für die Verbesserung der Menschenrechtssituation in Myanmar einsetzen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hans WINKLER
Botschafter
Leiter des Völkerrechtsbüros

A-1014 Wien - Ballhausplatz 2