Gyula Horn, 1932 in Budapest geboren personifiziert in seiner politischen Funktion als Aussenminister Ungarns - der eine Tätigkeit im Aussen- und Finanzministerium, im diplomatischen Dienst in Sofia und Belgrad, sowie ein Hochschulstudium in der UdSSR vorausging - die Öffnung der Grenzen Europas, die er mit dem symbolischen Akt der Druchtrennung des
"Eisernen Vorhangs"
am 27. Juni 1989 initiierte und auch als gewählter Ministerpräsident Ungarns gestaltete.

"Der Fall der Berliner Mauer begann in Sopron...", so die Feststellung 1990 von Lothar de Maiziére, dem letzten Ministerpräsidenten der Deutschen Demokratischen Republik.

Die Komplettierung des Memorandums
Collage United Nations
durch Gyula Horn, die, konzipiert als visuelle Datenbank, diese Ereignisse in ihrer Funktion als Arsenal der Erinnerung impliziert, steht im engen Kontext zu Joseph Beuys "........".

Die Erweiterung des Kunstbegriffs integriert alle Funktionen. Allen Äusserungsformen liegt die Suche nach dem "ganzen Menschen" zugrunde, in dem Natur, Mythos, Wissenschaft, Intuition und Ratio wieder eins sind. Ein radikales Analogiedenken lässt selbst Sprache, Schrift, Denken und letztendlich auch soziale und politische Aktivitäten als plastische Tätigkeiten sehen. Hier liegt der Zusammenhang für den oft missverstanden
Satz von Beuys : ".............."

Klaus Staeck




GENERALKONSUL
DER REPUBLIK UNGARN
München