TAG DER MENSCHENRECHTE
10. DEZEMBER 2005

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Der Maha Bandoola Park in Yangon - Hauptstadt des heutigen Myanmar - mit dem burmesischen Unabhängigkeitsmonument.

Foto: Sabine Egglhuber

Der Maha Bandoola Park, benannt nach dem burmesischen Nationalhelden, der im ersten Anglo-Burmesischen Krieg (1824-26) gegen die Briten kämpfte und sein Leben verlor, wird in seiner Mitte durch das burmesische Unabhängigkeitsmonument akzentuiert, ein 46 Meter hoher Obelisk, der von fünf weiteren neun Meter hohen Monolithen umgeben ist.

Thakin Aung San, Vater der Oppositionspolitikerin und Nobelpreisträgerin Daw Aung San Suu Kyi, war maßgeblich an der Unabhängigkeit Burmas beteiligt. Bei den Wahlen im April 1947 errang er und seine AFPFL die absolute Mehrheit. In diesem Kontext überfiel eine Gruppe bewaffneter Männer am 19. Juli 1947 eine Sitzung der Interimsregierung und erschoss Aung San und sechs seiner Minister.

Das Obelisken-Ensemble stellt die ehemals teilautonomen Staaten der Kachin, Shan, Karen, Kayah und Chin in Einheit mit Burma dar.
Ein Pedant des Denkmals befindet sich in
Mandalay
im militärischen Sperrgebiet des ehemaligen königlichen Palastareals.



In unmittelbarer Nähe des Maha Bandoola Parks erhebt sich die 48 Meter hohe goldene Sule Pagode. Seit Jahrhunderten bildet sie den religiösen und sozialen Mittelpunkt von Yangon. Ihr Ursprung liegt in der mythologischen Vorgeschichte der Stadt und bewahrt eine Relique des Buddha Shakyamuni.

"Und dann erhob sich ein goldenes Wunder am Horizont - ein leuchtendes, glänzendes Wunder, das in der Sonne erstrahlte. Es hatte weder die Halbkugelform moslemischer noch die Turmform hinduistischer Tempelbauten. Es stand auf einem grünen Hügel... "Da ist die alte Shwedagon", sagte mein Gefährte... "Dies ist Burma und es wird wie kein anderes Land sein, das Du kennst."
Rudyard Kipling. Letters from the East (1889).

Die leuchtend goldenen Stupas sind auch heute noch ein integraler Bestandteil Burmas und seiner tiefverwurzelten religiösen Kultur. In der buddhistischen Lehre wird Gold dem Nirwana und der Erlösung, der Vergeistigung und dem Absoluten zugeordnet, im Unterschied zu Silber, dem Symbol der unbeständigen und vorläufigen Samsara-Welt der Wiedergeburten. Das Licht, das Wesen und die Heilskraft, die der Buddha ausstrahlt, erscheinen golden. Derjenige, der die Buddha-Natur erlangt, wird im "Goldglanz-Sutra" als rein und ohne Makel beschrieben.

Im Kontext der Verleihung des Collage UNITED NATIONS AWARD 2002 an Daw Aung San Suu Kyi
(1999 - Lech Walesa, 2000 - Gyula Horn, 2002 - amnesty international, 2003 - Europäisches Parlament, 2005 - Leyla Zana, 2006 - Roman Herzog)
wurde seitens der Komiteemitglieder und dem burmesischen Oppositions-Premierminister Dr. Sein Win der Entschluß gefasst, die Obelisken-Denkmäler anlässlich des Tags der Menschenrechte mit einem goldenen Pyramidion zu versehen.

"In Rangun, der Hauptstadt Burmas steht im Maha Banndoola Park das Unabhängigkeitsmonument unseres Landes,....
Die Vergoldung dieser Obeliskenspitze wird sicherlich ein sichtbares Zeichen für das ganze burmesische Volk." Dr. Sein Win.

Die Vergoldung stellt den Auftakt einer weithin sichtbaren Symbolisierung zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember 2005) dar und impliziert mit dem Aufruf an die Städte dieser Welt ihre Obeliskenspitzen zu vergolden den Impuls zum Projekt Collage UNITED NATIONS von Ricardo Diez-Hochleitner, Präsident des Club of Rome:

"Global denken - lokal handeln."



"verbessere, belehre, nur nicht zerstöre"

Inschrift des Obelisken aus dem Jahr 1802 im Bruckberger Schlosspark
Vergoldung genehmigt am 01. Dezember 2001 von Baron von Korff-Grimm




"Obelisco de la Libertad"
Parque de la Abolición en Ponce, Puerto Rico
Photo: Ariel Blondet

Sehr geehrter Herr Hillinger,
vielen Dank für Ihre E-Mail bezüglich Ihres sehr interessanten Menschenrechtsprojektes der Obelisken-Denkmäler.
Bezüglich des Obelisken-Denkmals gegen die
Sklaverei
in Ponce und Puerto Rico habe ich unsere Honorarkonsulin dort gebeten, Kontakt mit dem
Bürgermeister von Ponce aufzunehmen und ihm das Projekt zu erläutern.
Mit herzlichen Grüßen aus Miami

Eva Kendeffy
Generalkonsulin
11. April 2005



25. März 1807
Bill for the Abolition of the Slave Trade




Papst Benedikt XVI.
segnet die Taube mit dem friedensbringenden Olivenzweig

Friedenstaube
Papst Innozenz X.




LANDSHUT

"Unsere fünf Partnerstädte haben wiederum Partnerstädte, die diese Aktion vorantreiben können."
Oberbürgermeister Josef Deimer


v.r. Bürgermeister Ludwig Zellner, Oberbürgermeister Josef Deimer, Vorsitzender des
Burma Büros Deutschland U Nwe Aung und Richard Hillinger

Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, die mit dem "Collage United Nations Preis" geehrt worden ist, ist in Ragun durch das Militärregime erneut in Haft genommen worden.

Die Nobelpreisträgerin hatte bereits 2001 den Friedenspreis in Landshut nicht persönlich entgegennehmen können. Im Zusammenhang mit der erneuten Inhaftierung von Aung San Suu Kyi findet im Landshuter Rathaus ein gemeinsames Pressegespräch mit Oberbürgermeister Josef Deimer und Richard Hillinger statt. Der Beauftragte des Burma-Büros Deutschland, U Nwe Aung, wird dabei über die aktuelle Situation in Burma berichten. Zu diesem Pressegespräch dürfen wir Sie herzlich einladen

am Mittwoch, 2. Juli 2003, um 11.30 Uhr
im Besprechungszimmer im Hauptamt des Landshuter Rathauses.

Im Kontakt der Verleihung des Landshuter Friedenspreises im Jahr 2001 mit dem burmesischen Premierminister, Dr. Sein Win, der stellvertretend den Preis entgegennahm, wurde der Entschluss gefasst, die Obelisken weltweit anlässlich des Tags der Menschenrechte mit einer goldenen Spitze zu versehen. Projektleiter Richard Hillinger wird die Entwicklung dokumentieren, den dieser Impuls des Friedenspreises inzwischen weltweit genommen hat und welche Solidaritätsaktionen damit verbunden sind.


www.obelisken.com




MINISTERIUM FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT
BADEN-WÜRTTEMBERG
DER MINISTER