13. November 2006

Sehr geehrter Herr Hillinger,

ich habe mit Botschafter Lunscken Rücksprache gehalten.
Herr Lunscken bedankt sich sehr für das Angebot, möchte davon jedoch keinen Gebrauch machen.

Er begründet seine Haltung mit dem sehr problematischen politischen Dialog zwischen Kuba und der EU. Kuba ist weiterhin eines der wenigen Länder, in dem die Menschenrechtsfrage nicht diskutiert wird. Vor diesem Hintergrund wäre eine Weitergabe der Friedenstaube, wie Sie es vorschlagen, an kubanische Partner nicht überzeugend.

Botschafter Lunscken stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoller sei, die Friedenstaube dem kubanischen Botschafter in Berlin anzubieten, um den kubanischen Vertreter von Kuba in Deutschland daran zu erinnern, daß Kuba der EU gegenüber den Dialog zu der Menschenrechtsfrage schuldig bleibt.

Wir alle hoffen, daß dieser Dialog bald geführt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Dietmar Geisendorf
Kulturreferent / Vertreter des Goethe-Instituts in Kuba
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Havanna (Kulturabteilung)
Embajada de la Republica Federal de Alemania (Seccion Cultural y Ciencia)
Goethe-Institut / Gründungsbüro
Calle 13 No. 652, Vedado
Havanna, Kuba




RADIO GRANADA

"Ich blickte, wie ein Vogel, der dem Käfig zu entfliehen begehrt, nach außen..."
(Siebenter Brief 347-348a/I,322.) Platon




Kuba, 09.11.2008