Auf Initiative von Dr. Ingo Friedrich, Vizepräsident des Europäischen Parlaments - der 2003 stellvertretend den Collage United Nations Award für das Europäische Parlament entgegennahm - wurde der Beschluss des Europäischen Parlaments umgesetzt, die Verleihung des " Sacharow-Preis für Geistige Freiheit" mit dem Collage United Nations Award 2005 temporär zu koordinieren.

Die Kuratoriums-Mitglieder wählten in diesem Kontext einstimmig Leyla Zana, die am 10. Oktober 2004 den "Sacharow-Preis für Geistige Freiheit" des Europäischen Parlaments entgegennahm, zur Preisträgerin des Collage United Nations Award 2005.

Leyla Zana wurde im Zusammenhang ihres Loyalitätseides im Türkischen Parlament, den die Abgeordnete, wie es das Gesetz vorsah, auf türkisch sprach, dann aber auf kurdisch dazufügte:
"Ich werde mich dafür einsetzen, dass das kurdische und das türkische Volk zusammen in einem demokratischen Rahmen leben können."
umgehend inhaftiert.

Wegen dieses Verhalten und weiterer Äußerungen zur Verteidigung der kurdischen Rechte, forderte die Staatsanwaltschaft die Todestrafe. Das Gericht verurteilte Leyla Zana im Dezember 1994 wegen Landesverrats zu 15 Jahren Haft, die 1998 um zwei Jahre erhöht wurde.

Am 21. April 2004 bestätigte das Staatssicherheitsgericht in der türkischen Hauptstadt Ankara das Urteil. In diesem Zusammenhang verurteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das Vorgehen der türkischen Behörden. Das Urteil löste heftige Proteste aus unter anderem der Europäischen Union. Erweiterungskommissar Verheugen verkündete angesichts der EU Aspirationen der türkischen Republik, dass das Urteil nicht im Einklang mit den erforderlichen Kriterien der Europäischen Union sei.

Am 9. Juni 2004 ordnete das Oberste Gericht die vorläufige Freilassung von Leyla Zana an, die mit dem Bruno-Kreisky-Preis, Aachener Friedenspreis ausgezeichnet und 1995/98 für den Friedensnobelpreis nominiert wurde sowie Ehrenbürgerin der Stadt Genf ist.