Lech Walesa, geboren am 29. September 1943 in Popowo (bei Bromberg/Bydgoszcz), zählt zu den Symbolfiguren der tiefgreifenden Bewegungen innerhalbs Europas. Im September 1980 gründete Lech Walesa in Polen den unabhängigen Gewerkschaftsbund "Solidarnosc" und kämpft für das Organisationsrecht der Arbeiter. Die Gründung markiert den Anfang der Demokratisierungsbewegung im sozialistischen Polen. Zehn Jahre lang ist er der Leiter der von 1982 bis 1989 verbotenen Gewerkschaft. Nach Verhängung des Kriegsrechts am 31. Dezember 1981 wird er inhaftiert, im November 1982 wieder freigelassen und danach wiederholt vorübergehen festgenommen. Am 5. Oktober 1983 erhält Lech Walesa den Friedensnobelpreis. Da ihm selbst die Ausreise verweigert wird, nimmt diese Auszeichnung seine Frau Danuta entgegen. Am 10. Mai 1989 wird Lech Walesa ausserdem mit dem Menschenrechtspreis des Europarats ausgezeichnet. Aus den Parlamentswahlen (Sejm und Senat) im Juni 1989, bei denen erstmals unter kommunistischer Herrschaft in Polen eine echte Oppositionspartei kanditiert, geht er mit seinem Gewerkschaftsbund "Solidarnosc" als Sieger hervor. Lech Walesa gewinnt die Präsidentschaftwahlen am 9. Dezember 1990 und ist damit der erste freigewählte Staatspräsident seines Landes seit über 50 Jahren.
Lech Walesa komplettiert das Memorandum Collage UNITED NATIONS
Der polnische Präsident Walesa spricht im Landshuter Rathaus-Prunksaaal anlässlich der Verleihung des Collage UNITED NATIONS AWARD 1999
Die polnischen Fanfarenbläser |
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